16 9 allmen und die dahlien

16 9 allmen und die dahlien

Martin Suter , Gert Heidenreich
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 25.06.2013
ISBN 9783257803389
Genre: Roman

Kunst, Dahlien und ein ganz besonderer Charme

Gelesen von Gert Heidenreich
    Dritter Band aus der Allmen-Reihe

Der Sprecher

Gert Heidenreich kommt der Vorstellung, die ich mir von Johann Friedrich von Allmen machte, sehr nahe. Mein Kopfkino funktioniert mit seiner Stimme hervorragend.

Klappentext

Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin María Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert. Das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmäßige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines in die Jahre gekommenen Luxushotels –, hat Geld genug, um einen neuen Fantin-Latour zu erwerben.

Warum bloß hängt sie so an diesem Bild? Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: alternde Männer mit jungen Frauen. „

Hintergrund:

Allmen ist Privatdetektiv und ermittelt in der Kunstszene. Hilfe bekommt er von seinen zwei Mitarbeitern, Carlos und Maria Moreno.

Der Kriminalfall

Dalia Gutbauer ist eine reiche Erbin, die sich vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückzog. Heute lebt sie im Schlosshotel in Zürich, das ihr gehört. Frau Gutbauer ist schwerst pflegebedürftig. Sie beschäftigt Cheryl Talfeld als Privatsekretärin.

Dalia Gutbauer wurde das Gemälde, „Stillleben Dahlien 1872“ von Henri Fantin-Latour, (Henri Fantin-Latour, 1836-1904, französischer Maler und Lithograph. Er war ein Zeitgenosse der Impressionisten. Er entwickelte einen eigenen, dem Realismus verpflichteten Stil.) gestohlen. Das Fehlen des Bildes wurde erst nach Tagen festgestellt. Es hing in Dalias Schlafzimmer, das zwar täglich hergerichtet, aber nicht bewohnt wird. Dahlia schläft in einem anderen Zimmer, welches als Krankenzimmer ausgestattet wurde. Dalia ruft  Allmen zu sich.

Die Polizei wird nicht eingeschaltet, weil das Bild nicht legal erworben wurde. Es war ein Geschenk von Dalias früherem Geliebten und gestohlen. Dalia hängt emotional an dem Bild, was dessen Wert von 3½ Millionen Franken noch erhöht.  
Bei Überprüfung der Hotelgäste und des Personals, entdeckt Alllmen verdächtige Verbindungen, Straftaten und Liebesbeziehungen. Oder mit anderen Worten: Auch in der Schweiz gibt es Sex and Crime. Und das mit Niveau und wenig Gewalt, aber charmant.
Allmen löst den Fall mehr oder  weniger. Maria Morena wird entführt. Also suchen wir nach der Lösung im nächsten Band?

Fazit

Der Kriminalfall dient als Theaterbühne für Friedrich von Allmen. Er ist sehr gepflegt. Er beherrscht virtuoses Auftreten. Er ermittelt mit Charme. Aber Eitelkeit und seine Freude am Feiern kosten viel Geld. Er steht finanziell ständig kurz vor der Pleite. Martin Suter lässt uns ihm nahe kommen. Die morgendliche Sorgfalt beim Rasieren vor dem Spiegel vermittelt Intimität. Sein Spleen, täglich ein Ei zu essen, das an jedem Wochentag auf andere Art und Weise zubereitet wird, macht ihn sympathisch. Er ist Realist mit amoralischer Sicht. Es überrascht nicht, dass seine Mitarbeiter illegale Einwanderer stind. Er sieht die Grundlage des sittlichen Verhaltens in der Nützlichkeit.

Es hat mir viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Herr Allmen weckte schnell meine Sympathie.

Ich gebe 5 Punkte

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„Allmen und die Erotik“ von Martin Suter


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