Die Stoffe-Edition Friedrich Dürrenmatt

Es ist mir eine außerordentlich große Freude, diesen Artikel auf Schreibblogg zu veröffentlichen, weil dieses epische Vermächtnis ein Geschenk an alle Dürrenmatt-Leser ist.

Das Schweizerische Literaturarchiv gibt eine reich mit Faksimiles illustrierte Edition des „Stoffe“-Projekts im Diogenes Verlag heraus. Die digitale Vernissage fand am 26. Mai 2021 mit ausgewählten Gästen statt.

In jahrelanger (30 Jahre, könnte man schon als jahrzehntelanger) Arbeit, die Erschließung, Erforschung und Edition beinhaltete, haben die Herausgeber Rudolf Probst und Ulrich Weber in Zusammenarbeit mit Dürrenmatts Lektorin Anna von Planta und dem Diogenes Verlag, der Universität Bern und der Charlotte Kerr Dürrenmatt-Stiftung im Schweizer Literaturarchiv aus dem Nachlass die Publikation des autobiographischen „Stoffe“-Projekts in fünf Bänden vorbereitet.

Und hier kommt das große Geschenk an die Leser:

Eine frei zugängliche Online-Präsentation der gesamten digitalisierten Manuskriptseiten aus dem Nachlass von Friedrich Dürrenmatt begleitet die Edition: 

https://fd-stoffe-online.ch/

Die Direktorin des Schweizer Literaturarchivs Marie-Christine Doffey eröffnete die Vernissage. Dieses Literaturarchiv verdankt seine Gründung Friedrich Dürrenmatt. Sein gesamter Nachlass ging an das Literaturarchiv.

Die Vernissage der Publikation fandt am 26. Mai um 18:15 online statt. Dabei sprach Bundesrat Alain Berset über Friedrich Dürrenmatts Zeitgenossenschaft und der Diogenes-Verleger Philipp Keel erinnerte sich an den Schriftsteller bzw. den „Hausheiligen“ des Verlags. Die Schauspielerin Marthe Keller liest Dürrenmatts «Das Sterben der Pythia».

Zur Aufzeichnung der gelungenen Vernissage „Die Stoffe-Edition Friedrich Dürrenmatt“

Dürrenmatt war nicht an einer sonst üblichen Biografie über sein Leben interessiert. Für ihn waren seine Stoffe das Wichtigste.

»Die Geschichte meiner Schriftstellerei ist die Geschichte meiner Stoffe. Stoffe jedoch sind verwandelte Eindrücke. Somit hat die Geschichte meiner Schriftstellerei mit den Eindrücken zu beginnen, die mir haftengeblieben sind, die mich als Schriftsteller gemacht haben . «Bd. 1, S. 54

https://fd-stoffe-online.ch/text/1#1-3-3

1964 kam man wohl als den zeitlichen Beginn nennen, an dem er eine Skizze von Konolfingen seinem Geburtsort zeichnete. Dort begannen seine Eindrücke. Im Nachlass befanden sich 30 000 Manuskript-Seiten, die digitalisiert wurden.

Ausserdem möchte ich euch, das tolle Interview mit Anna von Planten empfehlen:

Eine kurze Notiz in eigener Sache

Aus gesundheitlichen Gründen, ging in letzter Zeit das Dürrenmatt-Projekt langsamer, als vorgesehen voran. Ich bitte um Nachsicht! Dieses Projekt ist immer noch meine Herzensangelegenheit! Natürlich werde ich zukünftig Hinweise aus der Stoffe-Edition Friedrich Dürrenmatt berücksichtigen.

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Blog Dürrenmatt

Dürrenmatts Hausverlag Diogenes

Rezension „Friedrich Dürrenmatt. Eine Biographie.“ Ulrich Weber

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