Buchrezension „Land der Astronauten“ Thorsten Hoß

Bei „Das Land der Astronauten“ handelt es sich um den fünften Teil der Lunaria Reihe. Die Crew der Sirius 7 landet auf dem fernen Planeten Lunaria. Dort ist alles ein wenig anders als auf der Erde. Der Planet ist durchwoben von Magie und Zauber. Aber auch Gefahren von anderen Lebewesen oder Menschen drohen. Erst im letzten Band musste sich der Clan der Astronauten einem Kurtai unterziehen, um den Status als Clan der Amazonen zu erhalten, womit wir beim Thema wären:

Was bisher geschah – SPOILERALARM

Die Sirius war ein streng geheimes Projekt, und auf dem Weg zum äußeren Asteroidengürtel, um Erkenntnisfortschritte im Bereich der Quantenphysik zu erringen. Das Raumschiff testete hierfür auch einen Hyperraumantrieb für Langstreckensprünge. Nach dem ersten Sprung hat sich für die Crew alles verändert! Seitdem lebt die Crew auf Lunaria und versucht es sich heimisch zu machen. Eine Heimkehr zur Erde scheint kaum möglich zu sein.

Einige der ursprünglichen Menschen, so wie Tilseg oder Hiriko haben sich verändert. Nun ist Ashley auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Ronja macht sich auf die Suche.

Die Crew muss feststellen, dass ihr physikalisches Wissen über Naturkräfte auf dem Planeten nicht weiter hilft. Täglich werden sie mit Neuem konfrontiert.

Der Weltenbau „Land der Astronauten“

Am Weltenbau kann man vielleicht den Rollenspieler Thorsten Hoß erkennen, der seine Leser mit phantastischem Weltenbau beschenkt. Lunaria ist gefüllt mit Dryaden, Geistwesen, uralten Kräften, menschenähnlichen Gobllins, Oger, Orks und Sklavenhändlern, menschlichen Lunarianern und der Crew der Sirius und nicht zu vergessen, Feen und Drachen.

Die Clans der Amazonen bewohnen den Planeten und geben ihm Kultur und Gesetze. Aber es gibt auch Magier, die das Geschehen beeinflussen.

Zusammenfassung/Inhalt: Wie geht es weiter im „Land der Astronauten“?

Wie schon in den vorigen Bänden, beschert uns Thorsten mehrere Handlungsstränge. Das Buch schließt nahtlos an den vorigen Teil „Kurtai der Amazonen“ an. Aber nicht alle Amazonen sind mit dem Ausgang des Kurtais zufrieden. Die Königin der Vier Flüsse erkennt das Kurtai nicht an. Wie wird die große Mutter reagieren? Wird sie dulden, das der Clan sich dem Urteil widersetzt, oder wird es zu einer Strafaktion kommen?

Boris Iwanowitsch Koschkin und Faquech stehen den Amazonen vom Clan der Klippenläufer bei. Aber plötzlich verlässt Faquech den Kater, dessen Gefühlsleben aus der Balance ist.

Wie sieht es mit Sven Ericksen aus? Ist er immer noch gefangen? Ja das ist so eine Sache: Vom Weinstock der Dryade zur Trunkenheit mit Feen-Nektar. Die Frauen, gleich welcher Art, lieben ihn.

Was wurde aus Meister Ingbold?

Ronja, inzwischen eine Amazonin des Astronautenclans ist auf Ashleys Spur und lernt neue Menschen?, Tiere?, na sagen wir einmal Lebewesen, wie Keine-Ahnung, kennen. Was hat es mit diesen Wesen auf sich?

Mein Lieblingscharakter ist Hiriko, die ehemalige Copilotin und jetzige Dryade mit menschlichem Anteil, oder ist sie ein Mensch mit dryadischem Anteil? Und es gibt noch mehr Dryaden? Ja! Nirilis kennnen wir ja schon aus den vorigen Bänden und um Dryas Pflanze steht es nicht gut. Junior passt gut darauf auf! Wird die Königin der Drachenklauen Wargiriuns-Aranarich-Deregal-Merac-Argon seine Geliebte retten können?

Fazit/Kritik „Land der Astronauten“

Ihr seht die unendlichen Weiten der Phantasie des Autors. Ich bin immer wieder angetan, wie Thorsten seine Handlungsstränge, trotz vieler Umwege, zielgerecht verfolgt. Eine Freude für jeden Fantasyleser, der einmal abseits der High oder Dark Fantasy unterhalten werden möchte, und dennoch Charaktere sucht, die sich entwickeln, Pläne schmieden und ihre Welt prägen und verändern. Das macht einfach Spaß!

Thorsten Hoß zeigt, wie Integration gelingen kann! Ein Clan, der jedes Wesen unabhängig von Herkunft, Rasse, Geschlecht oder Aussehen aufnimmt. Nur die „humanistischen Werte“ müssen stimmen. Er bringt den Leser dazu, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die nicht unbedingt von Unterhaltungslektüre erwartet werden. Was bedeutet es eigentlich ein Mensch zu sein? Wie sehr kann das Menschliche verdrängt werden?

Natürlich bedient er auch die üblichen Szenarien, wie die Angst vor Fremden. Aber auch Beziehungen, wie Liebe und Freundschaft finden wir. Liebe zwischen unterschiedlichen Rassen, Lebewesen oder Clans, die teils belustigend sind, aber teilweise auch sehr tief gehen.

Die Reihe der Lunaria Romane zeigt die große Toleranz des Autors, die sicherlich einen Teil des Charmes der Reihe ausmachen.

So damit unser lieber Thorsten nicht abhebt: Was mir an diesem Band nicht so gut gefiel, hat eigentlich nichts mit dem Plot oder Spannung zu tun. Ich mag es nicht so gern, wenn Dialekte oder Sprachfehler verschriftet werden. Mich nervt das ein wenig. Aber das ist sicherlich eine sehr persönliche Sache!

Ich werde gleich mit dem 6. Band beginnen, weil es einfach Spaß macht. Ausserdem hat mein Mann Thor, nun in zwei Wochen die ersten fünf Bände eingeatmet und ich kann nicht zulassen, dass er mehr über die Crew der Sirius weiß, als ich.

Als Abschluss kann ich nur noch sagen: Schließt uns an und erkundet Lunaria.

Die Rezensionen der vorigen Bände

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