Vom GU-Verlag erhielt ich vier neue Gartenbücher als Rezensionsexemplare, die ich euch nach und nach vorstellen möchte. Den Anfang macht „Mehr Power für dein Gemüse: Vom Samenkorn zur XXL-Ernte – Gemüseanbau für Hochbeete, Gewächshäuser und mehr“ von Felix Wilming.

„Gärtnern mit dem Hochbeet“ Folko Kullmann
„Dein schöner Garten“ Dieke van Dieken
„Mehr Power für dein Gemüse“ Felix Wilming
„Alte Gemüsepflanzen wieder entdeckt“ Bärbel Steigenberger
Vor drei Jahren zogen wir in unser Haus. Es nimmt langsam die Form an, die wir uns erträumt haben. Doch Garten, Gewächshaus, Hochbeet und Terrasse lassen noch Wünsche offen. In den nächsten Monaten wollen wir das ändern. Mal sehen, wie diese Bücher uns dabei helfen.
„Gemüseanbau für Hochbeete, Gewächshäuser und mehr“
Warum liest man dieses Buch? Entweder, weil der bisherige Ertrag enttäuscht, oder weil man mehr ernten möchte, ohne mehr Arbeit zu investieren. Der Autor hat das erkannt. Im Garten lernt man durch Beobachten. Die Eigenschaften einer Sorte zählen mehr als ihr Aussehen. Kräftige, selbst gezogene Pflanzen sind ein Vorteil. Auch Standort und Wetter beeinflussen den Erfolg.
Felix Wilming pflanzte mit zwölf Jahren seine ersten Kulturen: Kartoffeln, Mais, Getreide, Erbsen, Sonnenblumen und Hirse für seine Wellensittiche. Später startete er den YouTube-Kanal „Der Hobbygarten“. Sein Wissen bildet die Grundlage für „Mehr Power für dein Gemüse“.

Der Weg zur großen Ernte – Mehr Power für dein Gemüse
Wilming arbeitet 39 Stunden pro Woche als Altenpfleger und betreibt nebenbei seinen YouTube-Kanal. Er will viel ernten, ohne mehr Zeit zu investieren. Doch ein Garten ist nie „fertig“ – Arbeit gibt es immer.
Die Aufgaben verteilen sich übers Jahr: Im Frühjahr sät man aus, im Sommer pflegt man die Pflanzen, im Spätsommer und Herbst erntet man. Der Winter dient der Planung neuer Projekte und der Bodenvorbereitung.
Die richtigen Werkzeuge erleichtern die Arbeit: Handgrubber, Gartenschere, Gartenmesser und ein Turboplanter (ein Aufsatz für den Akkuschrauber). Eine Schubkarre hilft bei Ernte und Unkraut.
Unkraut muss weg, da es den Pflanzen Wasser und Nährstoffe stiehlt. Wer im Frühjahr Zeit für Kompost und Mulch einplant, verbessert den Boden und wird belohnt.
Hochbeete sparen Arbeit. Wählt man pflegeleichte Kulturen wie Zucchini, Kürbisse oder Kartoffeln, bleibt der Aufwand gering. Tomaten hingegen verlangen viel Aufmerksamkeit.
Die Sortenwahl ist entscheidend: Kräuter, Spargel, Rhabarber und Erdbeeren sind lohnend. Viele Sorten kauft man einmal und zieht dann eigenes Saatgut. Gießen kostet Zeit – und nicht alle Pflanzen vertragen Wasser von oben.
Insektenfreundliche Pflanzen wie Phacelia locken Bienen an. Das verbessert die Bestäubung, fördert die Befruchtung und hält Schädlinge in Schach.
Wilming zeigt, wie man den Boden verbessert und so den Weg zur großen Ernte ebnet.

15 Kulturen für eine reiche Ernte – Mehr power für dein gemüse
Der Autor nennt seine TOP-15-Gemüsesorten: Paprika, Tomaten, Melonen, Zwiebeln, Zucchini, Gurken, Erdnüsse, Kohl, Kürbisse, Zuckermais, Möhren, Erbsen, Kartoffeln, Bohnen und Salate. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Doch die richtige Sorte macht den Unterschied.
Im zweiten Teil erklärt Wilming, welche Kulturen besonders ertragreich sind. Auch der Bau eines Gewächshauses wird anschaulich beschrieben.
Ein Exkurs behandelt Themen wie „Gestaffelt anbauen für eine lange Ernte“ und „Viel Ertrag auf wenig Platz“.
Reiche-Ernte-Booster
Dazu gehören: richtig düngen, optimal bewässern, der passende Standort (Hochbeet, Gewächshaus oder Freiland), mulchen und Schutz vor Schädlingen. Auch der richtige Erntezeitpunkt spielt eine Rolle.
Kritik/Fazit – Mehr Power für dein Gemüse
Letztes Jahr baute ich nur Tomaten im Hochbeet an – mit großem Erfolg. Jetzt habe ich Lust, unser Gewächshaus und den Garten intensiver zu nutzen. Das Buch lieferte viele praktische Tipps und motivierte mich sehr.
Ein ideales Werk für alle, die gerne pflanzen, ernten und selbst gezogenes Gemüse genießen. Dann gibt es hoffentlich „Mehr Power für dein Gemüse“.


