„Stille Angst“ von Moa Graven

„Ein Mörder bei uns auf Borkum?“

Stille Angst
Moa Graven Flexibler Einband: 190 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.04.2016
ISBN 9783945372777
Genre: Krimi und Thriller

 

 

1. Klappentext

Drei überaus kluge Frauen arbeiten als Ermittlerinnen in Ostfriesland. Eva Sturm auf Langeoog, Lisa Berthold mit Jan Krömer in Aurich und Katrin Birgner mit Kommissar Guntram in Leer. Bei verschiedenen Mordermittlungen, die Ostfriesland in Unruhe versetzen, lernten sie sich bereits flüchtig kennen. Um einmal Abstand von ihren „Männern“, den Ermittlerkollegen zu bekommen,

beschließen sie, gemeinsam ein schönes Frauen-Wochenende auf Borkum zu verbringen. Doch ihr Job ist nicht alles, was sie verbindet. In allen drei Frauen lauert eine stille Angst. Denn sie werden latent bedroht von anonymen Anrufern und Nachrichten. Und Katrin Birgner geschah sogar noch Schlimmeres. Sie weiß nicht, wer der Vater ihres Kindes ist. Als sie sich immer näher kennen lernen, lassen sie die Maske der ewig starken Frau fallen und geben nach und nach zu, dass sie sich von dieser Bedrohung immer mehr in ihrem Alltag beeinflussen lassen. Alle drei leben zudem noch alleine. Liegt das an ihrem Job? Und dann gibt es auf Borkum einen Toten, der noch einmal alles, an was sie bisher geglaubt hatten, infrage stellt.

2. Cover

Ich dachte zuerst, es wäre eine amerikanischer Flagge, was es natürlich nicht ist. Aber auf mich wirkte der schnelle Blick so. Ich finde, man muss das Bild genau betrachten, um zu erkennen, dass es sich um einen Strand mit Umkleidekabinen handelt. Das gefällt mir nicht. Der Schreibstil ist prima, flüssig. Man kommt gut in die Geschichte rein. Die Perspektive wechselt zwischen den drei Kommissarinnen. Moa Graven nutzt den Perspektivwechsel und lässt die Ermittlerinnen sich untereinander gegenseitig charakterisieren. Toll gemacht!

3. Charaktere

Eva Sturm gefällt mir am besten. Sie sieht sich selbst genauso, wie sie ist, ehrlich und erfrischend. Eben jemand, mit dem man Pferde stehlen kann.
Lisa Berthold ist die fast immer gut gelaunte Kollegin.
Und die verschlossene Kathrin Birger öffnen sich einander.
Die drei verstehen sich gut. Ihre Probleme ähneln einander.

4. Zum Inhalt

Auf Borkum wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um einen Kollegen. Die Partner der drei Ermittlerinnen kommen auf die Insel und helfen zusammen bei der Lösung des Falls.
Bald stellt sich heraus, dass die drei Frauen selbst das Motiv für den Mord sind. Es geht um die drei persönlich. Sie hatten alle drei Grund, den Mörder zu fürchten.

5. Fazit

Ich finde sehr gut, dass es sich hierbei um einen Crossoverroman handelt, in dem nicht der Fall, sondern die Ladies die Hauptsache waren.
Aber ich fand, dass er zu wenig spannend war. Der Mörder wird problemlos überführt. Es hätte mir besser gefallen, wenn die Geschichte ein oder zwei Wendepunkte mehr gehabt hätte.
Mir gefällt die Idee sehr, sehr gut. Auch die Kulisse auf Borkum finde ich gut. Aber ich glaube, dass zu viel Themen aufgeworfen werden und es deswegen, trotz genialer Problematik ein wenig oberflächlich bleibt: Psychogramm, Liebesgeschichte, Bedrohung, Stalking, Mord und die Ermittlertätigkeit der Partner.

Ich gebe 3,5 Punkte.

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