„Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“ von Nadja Losbohm

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Rezension „Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“

Zum Inhalt „Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“

Der neue Kurzgeschichtenband „Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“ von Nadja Losbohm ist sehr dunkel und düster. Er hat das Mystischmythische des Bösen. 

Es handelt sich um sieben Kurzgeschichten mit einem abschließenden sehr persönlichen Teil, der auch verrät, warum die Autorin diese Themen gewählt hat. Der Leser lernt Autorin und Beweggründe näher kennen.

„Chwedlau – Tywill“ ist Nadja Losbohms dreizehntes Buch. Drei Bücher habe ich nun gelesen. Zu den bisherigen Rezensionen von „Die Tagebücher des Michael Iain Tyr“, „Die Magie der Bücher“. Die Reihe der Vampirjägerin habe ich mir gerade gekauft. Also die Rezensionen findet ihr demnächst hier. Ich mag das „Dark“ in ihren Geschichten, so wie in der Reihe um Michael Iain Ryan.

Hier findet ihr das Interview mit der sympathischen Autorin vom Februar 2018.

Oft höre ich, dass Fantasy nichts mit dem realen Leben zu tun hat. Das stimmt nicht!. Wenn man genau hinsieht und die Geschichten analytisch betrachtet, entdeckt man, dass es sich um alltägliche Begebenheiten handelt, die in Fantasy verkleidet wurden. Manchmal ist die Verkleidung so gut, dass man „Real Life“ kaum noch erkennt. Wie ich das meine?

Auch hinter Nadjas fantastischen Kurzgeschichten versteckt sich das reale Leben.

Ich transportiere die Geschichten wieder ins reale Leben und überlege, was sich dahinter verbergen könnte.

Analytisch betrachtet könnte die Zusammenfassung oder Überschrift auch so aussehen:

„Die zwölf Söhne der Cairdeas“

chwedlau Die 12 Söhne der Cairdeas






Ein One-Night-Stand mit Folgen – oder – was geschieht, wenn Kinder nicht in einer Familie aufwachsen?

„Die Geschichte von Tod und Winter“

chwedlau Tod und Winter

Der Tod als Lösung? Oder „Rendezvous mit Joe Black“.  Es erinnert ein wenig an die Romantik.


 

„Der alte Baum von Pen y Fan“

chwedlau Der Baum von Pen y Fan

Könnte ein Vortrag oder „Theaterstück“ sein, das für Fridays for Future aufgeführt wird. Eine Anklageschrift.


 

„Gordyndra“

Der Dämon in uns!

„Wenn Träume sterben“

Ein schlechtes Gewissen ist kein ruhiges Kopfkissen. Böse Taten verhindern einen erholsamen Schlaf.

„Der Wächter des Herbstes“

Der Wächter des Herbstes

Wenn die Liebe dich zerstört …



 

 

„Die roten, auf Hochglanz polierten Schuhe“

Opfer der Leidenschaft!! Super Ende!

Nadja Losbohm erzählt Geschichten, die wir alle kennen, manche Dinge haben wir selbst erlebt, oder jemand aus der Familie oder aus unserem Umfeld war der Leidtragende oder hat von so etwas gehört.

Die Visualisierungen der Schnipsel gefallen mir gut, obwohl sie doch sehr unterschiedlich gestaltet sind. 

Zum Cover „Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“

Das Cover ist sehr geheimnisvoll. Aber ich finde die Geschichten viel dunkler als die Cover.

Fazit zu „Chwedlau Tywyll – Dunkle Märchen“ oder mit den Augen der Fantasy betrachtet

Nadja Losbohm betrachtet diese Episoden mit den Augen der Fantasy. Sie füllt die Geschichten empfindsam, mit phantastischen Inhalten. Sie kennt diese Gefühle und gibt sie einfühlsam an den Leser weiter, der mit ihr und ihren Helden fühlt. Die Hauptpersonen sind alle Helden, wenn auch manchmal tragische Helden.

Ja! Die Geschichten sind teilweise sehr dunkel, aber diese Dunkelheit birgt eine geheimnisvolle Schönheit in sich. Vor allem in der „Dark Fantasy“ geht es um dunkle Leidenschaften, Tod, Verlust, Crime und Liebe.

Wir ernten in unserem Leben nicht immer nur gute Gefühle, oftmals werden wir es auch mit schlechten, traurigen oder bösen Gefühlen zu tun haben. Oft machen uns andere Menschen das Leben schwer, obwohl sie scheinbar unsere Freunde sind. Oder sie sind tatsächlich unsere Freunde und machen uns das Leben schwer, weil wir einen falschen Weg eingeschlagen haben.

Nadja Losbohm findet die richtigen Worte, um die Atmosphäre einzufangen und zu vermitteln.

Alle sieben Geschichten lassen am Schluss den Satz zu:

Und die Moral von der Geschichte ist …

Die Märchen haben, so wie beinahe alle Märchen, eine Prämisse. Sozusagen sollen wir daraus etwas lernen. Oder anders gesagt, durch die phantasievolle Entfremdung der Geschichte, kann der Leser sich damit identifizieren und fühlt mit.

Allerdings fehlt mir eine Geschichte, in welcher der Protagonist überlebt und gestärkt aus dem Tal der Trauer kommt. Ich hätte es noch schöner gefunden, wenn Nadja Losbohm eine Story eingebaut hätte, deren Ende den Leser hoffen lässt.

Ich finde das Dunkle sehr schön, aber die Hoffnung auf Licht, sollte nicht vergessen werden. Aber das ist meine persönliche Meinung. Dir gefällt es vielleicht, weil alle Märchen dunkel sind.

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