nadja losbohm michael ian ryan

1. Klappentext

Manche sagen, in mir lebe ein Dämon, den es gilt auszutreiben – mit allen Mitteln. Manche halten mich für den Sohn des Teufels, nur weil ich anders bin. Sie gewähren mir keine Gnade, lassen mich büßen für Dinge, die ich nicht getan habe. Für sie bin ich die Verkörperung des Bösen. Doch ich bin kein Kind der Dunkelheit, sondern des Lichts. Sie schlagen und treten mich; sie spucken mich an und beschimpfen mich, aber brechen können sie mich nicht, denn einer wacht über mich…in Ewigkeit. Die Tagebücher des Michael Iain Ryan: ein historischer Fantasy-Roman über die Lebensgeschichte Pater Michaels aus der Fantasy-Romance-Buchreihe Die Jägerin. Band 1

2. Zum Inhalt

Ich habe die Reihe „Die Jägerin“ von Nadja Losbohm nicht gelesen, sondern lerne Michael Ian Ryan durch seine Tagebücher kennen. Wer „im Jahre des Herrn 982 geboren wurde und 1980 sein Tagebuch schreibt, hat viel zu sagen. Der Leser lernt Michael als achtjährigen Jungen kennen. Er lebt zusammen mit seinen Eltern in bescheidenen Verhältnissen, bis seine Mutter ermordet wird. Michael wird zum hilflosen Zeugen. Sein Vater beschuldigt ihn, ein Dämon zu sein, und entledigt sich Michaels im Kloster.

Der Leser lernt die schreckliche Innenwelt des Klosters kennen. Hinter den Klostermauern erwachen Begierden, werden sadistische Folterungen an Kindern verübt. Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe, brutale Züchtigungen gehören genauso zum Alltag, wie auch die entwürdigenden Gebete und Aussagen der Mönche. In den Augen Gottes seien die Kinder nichts wert. Alles geschieht scheinbar im Namen Gottes.

Die Kinder sind es nicht einmal wert, ein anständiges Essen zu bekommen. Die Kinder dürfen sich nicht miteinander befreunden. Sie werden klein gehalten, dass kein Aufruhr entstehen kann.

Der Leser empfindet bei der Lektüre genau die gleichen Gefühle wie Michael. Nadja Losbohm schildert diese harte Zeit, aus der es für Michael kein Entrinnen gibt, dermaßen einfühlsam und ein kleiner Teil vom Leser wird zu Michael und leidet mit. Aber auch andere Gefühle entwickeln sich.

„Wie kann es einen Gott geben, der das von einem Kind verlangt?“ Warum stellt sich keiner vor das Kind und beschützt es? Die Wut, Trauer und Angst um Michael sind gegenwärtig. Ich dachte, ich könnte es nicht mehr weiter ertragen. Dann kommt ein Ende, das man zum Einen erhofft hat, aber viel zu lange auf sich hat warten lassen und zum anderen, nun plötzlich da war, als man gar nicht mehr daran glauben konnte. Ich hätte mir für diesen megamäßigen Cliffhanger zwei oder drei Seiten mehr gewünscht.

4/5 Punkten

3. Protagonisten

Michael ist ein lieber und kluger Junge, der von seinem eigenen Vater verraten wird. Er erlebt viel Böses und versucht sich in die Erinnerung an seine Mutter und den von ihr vermittelten Gottesglauben, der einen gütigen Gott vor Augen hat, zu flüchten.

Er wird dadurch stark. Der Leser merkt, dass es für Michael weder nachvollziehbar noch verständlich ist, dass die Brüder die eigenen Kindheitstraumata wieder an die Kinder weiterzugeben.

Die Entwicklung Michaels wird von der Autorin sehr anschaulich geschildert. Man kann sich dem Bild nicht entziehen.

5/5 Punkten

4. Sprachliche Gestaltung

Michael erzählt seine Geschichte emotional und mit großer Kraft. Die Gefühle nehmen den Leser mit. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend. Dennoch lässt es sich gut lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge.

5/5 Punkten

5. Cover und äußere Erscheinung

„Die Tagebücher des Michael Iain Ryan (Band 1)“ von Nadja Losbohm Webseite hat 302 Seiten, und ist am 26.07.2017 unter der ISBN 9781973844952 Bei CreateSpace Independent Publishing Platform im Genre Sonstiges erschienen.

4/5 Punkten

6. Fazit

Das Buch hat mir gut gefallen und ich fand die Jahre im Kloster grausam und schrecklich. Aber ich war so emotional in der Geschichte gefangen, dass ich nicht mit lesen aufhören konnte.

Den Abzug gibt es von mir, weil mir das zu plötzlich kam. Ansonsten war ich sehr betroffen und will wissen, wie es weiter geht.

@Nadja Losbohm
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Ich vergebe insgesamt 4,5/5 Punkten.

Weitere Links

Rezension zu „Die Magie der Bücher“

Interview mit Nadja Losbohm

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