War Frost auch ein „mechanisches Kind“?

1. Klappentext

Ihr erster gemeinsamer Fall führt Frost und Payne in die Tiefen einer geheimen Waffenfabrik. Der Prototyp eines neuartigen Waffensystems wurde gestohlen. 

Der Verdacht fällt schnell auf einen internen Maulwurf, doch als Frost und Payne das wahre Ausmaß der Sache erkennen, ist es beinahe zu spät. Das Leben des Thronfolgers steht auf dem Spiel und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. 

 

Cecilia wird Zeugin eines weiteren Leichenfundes. Schon wieder ein Jugendlicher mit mechanischen Körperteilen. Sie befürchtet, dass Scotland Yard als nächstes Annabella aus der Themse zieht, und bittet Payne, sich des Falls anzunehmen. Auch Frost ist an der Sache interessiert, besitzt sie doch selbst ein mechanisches Herz. Dies ist der zweite Band der neuen Steampunk-Serie „Frost & Payne“.
Weitere Informationen zur Serie: http://www.facebook.com/FrostPayne.Books http://www.greenlight-press.de

2. Steampunk

Die Bewegung begann in den 80er Jahren. Basis ist das idealisiert wiedergegebene viktorianische Zeitalter. Es wird ein Szenario entworfen, wie die Sicht auf die Zukunft gewesen sein könnte. Steampunk gehört in den Bereich des Retro-Futurismus. Näheres könnt ihr bei Wikipedia nachlesen. Häufige Elemente des Steampunks sind dampf- und zahnradgetriebene Mechanik, viktorianische Kleidung und ein viktorianisches Werte-Modell und Abenteuerromantik. Luftschiffe gehören natürlich dazu. Literarische Vorgänger waren Jules Verne und H. G. Wells.

3. Zum Inhalt

Ort des Geschehens ist die alternative Welt des Steampunk. Das Tempo des zweiten Bandes ist schneller und es wird spannender. Auf der Sucher nach dem Prototyp gewöhnen sich Frost und Payne aneinander. Sie passen gut und können den anderen mit einer gesunden Portion Humor betrachten, was für den Leser amüsant ist.
Die Leichen der „mechanischen Kinder“ sind sehr mysteriös. Wer tut Kindern so etwas an? Gehört Annabelle auch zu den Opfern?
Hängen diese Gräueltaten mit Frost’s Vergangenheit zusammen?
Welche Ziele verfolgen Madame Yueh und Michael? Ist Michaels Interesse nur privat? Stehen die Dragons oder die Russen hinter den Attentaten?
4/5 Punkten

4. Protagonisten

Frost ist tough. Sie ist pragmatisch und in der Lage, sich jeder Situation anzupassen. Ihre Freiheit und die Unabhängigkeit gegenüber den Dragons ist ihr wichtig.
Payne ist auf der Suche nach seiner Tochter und muss in seiner Ehe einiges aufarbeiten. Er war ein Pinkerton, auch hier ist ein Blick in Wikipedia sehr spannend, er war Detektiv.
Die zwei passen gut zusammen.

4/5 Punkten

5. Sprachliche Gestaltung

Der Schreibstil gefällt mir. Die Perspektivwechsel zwischen Frost und Payne machen die Sache noch lebendiger. Inzwischen bin ich in der Geschichte angekommen.

4/5 Punkten

6. Cover und äußere Erscheinung

„Frost & Payne – Die mechanischen Kinder“ von Luzia Pfyl ist als E-Buch Text am 17.10.2016 unter der ISBN 9783958342231 bei bei Greenlight Press im Genre Science-Fiction erschienen.
Das Cover zeigt das Alternativuniversum mit Segelschiff im brausenden Meer, eine Puppe mit weinbeerroter viktorianischer Robe, natürlich mit adrett gestaltetem Hut das derzeitige London und die Themse. Authentisch!

5/5 Punkten

7. Fazit

Mein Interesse an Steampunk ist unverändert. Mit dem zweiten Teil, „Die mechanischen Kinder“ nimmt das Geschehen Fahrt auf. Ich möchte die Zusammenhänge aufdecken. Ich leide mit. Hoffentlich wurde Annabelle kein Opfer dieses gewissenlosen Operateurs. Was hat er eigentlich davon? Wofür benötigt er mechanische Kinder? Und wie hängt das mit Frost zusammen? Ich mache einen Punktabzug, weil es mir teilweise zu ausschweifend ist. Ich mag es stringenter.
Zu meiner Freude bekam ich die sehr ansprechend gestaltete Printfassung (Teil 1, 2 und 3) als Rezensionsexemplar und kann gleich weiterlesen.

@Luzia Pfyl
Vielen Dank für das sehr schöne Rezensionsexemplar. Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht.

Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten.


Wohin?

„Drachen“ von Markus Heitz

„Kha – Der Anfang“ von Peter Starck

„Spiegelherz“ von Janine Wilk

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