„Fünf Reiche – Die Schlacht um Hegrem“ von Ralph Gawlick

1. Klappentext

Die mittelalterliche Fantasywelt von Cel besteht aus den fünf Reichen Agurkai, Cuzamen, Werstak, Krut und Verkcajk. Jedes dieser Reiche hat die Kontrolle über eines der fünf Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft und Zeit. Vier dieser Reiche leben in ständigem Krieg und Konflikten. Lediglich das Reich Verkcajk, welches das Element der Zeit beherrscht, ist an den Konflikten in der Welt von Cel (noch) nicht beteiligt. Im ersten Teil „Die Schlacht um Hegrem“ steht der junge Rengate Syn aus dem Reich Krut, in welchem verschiedene Menschenrassen und Zwerge in ständigen Konflikten leben, im Mittelpunkt des Geschehens. Er kehrt von seiner Kriegerprüfung, die er in den Zwergenstollen zu bestehen hatte, in sein Dorf Grom zurück. Doch dieses wurde von den verfeindeten Mongiden komplett niedergebrannt. Er macht sich auf den Weg, die anderen Dörfer seines Volkes vor dem Feldzug der Feinde zu warnen. Er und sein väterlicher Freund Karthus aus dem Dorf Herm brechen zusammen mit dem Zauberer Mergok, der die Kräfte der Erde beherrscht, auf, um den Untergang ihrer Hauptstadt Hegrem zu verhindern …

2. Zum Inhalt

Wir erleben Welten, deren Bewohner, gleich welcher Art, in ständigen Konflikten miteinander stehen. Diese Konflikte werden teilweise mit großer Grausamkeit ausgetragen. Die Kriegsparteien haben nun mal keine Genfer Konvention, an die sie sich halten müssen. Oder mit anderen Worten, der Autor schildert diese Szene ungeschönt realistisch. Eigentlich sind die unterschiedlichen Völker sehr menschlich. Strukturen sind schwer aufzubrechen. Fremdes ist unheimlich und bringt die gewohnte Ordnung durcheinander.Oder mit Ralph Gawlicks Worten aus der Leserunde: „Jedes Volk der Erde sieht sich als das Beste und Zivilisierteste an. Jede Religion beansprucht für sich, die einzig Wahre zu sein. Und im Prinzip sind wir alle auf dieser Welt ähnlich primitiv. Und wer sich von diesem Gedanken ausschließt und ihn nicht akzeptieren will, ist im Endeffekt noch primitiver :-)“Die fünf Reiche von denen wir im ersten Band, drei näher kennenlernen, sind unterschiedlich sozialisiert, mit eigenen Ritualen und Traditionen.

Mongiden und Rengaten sind so verfeindet, dass sich die Konflikte nicht ohne Krieg lösen lassen und die Hoffnung auf Frieden ist sehr gering. Die Mongiden haben sicherlich das größte Gewaltpotential.Agurkai ist eine männlich dominierte Gesellschaft. Die Frauen betrachten es als ihre Pflicht, aber auch ihr Recht, den Männern DIENEN zu dürfen. Es gibt Hohepriesterinnen und Menschenopfer.Auf Cel gibt es Menschen, Zwerge und noch weitere Kreaturen. Für jeden, der Fantasy mag, ist es ein Highlight, eine neue Spezies kennenzulernen.Es gibt fünf Ringe, die über fünf Elemente herrschen.

Die Neugierde steigt: Wer hat die Ringe gemacht und verteilt? Und zu welchem Zweck nochmals? Warum? Was können diese Ringe alles? Mehrfache Perspektivewechsel machen die Geschichte noch spannender und informieren aus unterschiedlichen Blickwinkel. Der Leser ist zum Weiterlesen gezwungen. Die Neugierde lässt ihm keine Wahl.Letztendlich geht es um Macht, Feindschaft, Freundschaft und Toleranz. Hervorragende Themen für eine Fantasy.

5/5 Punkten

3. Protagonisten

Wenn Tureg, der Zwerg und Syn, der Mensch sich in einem anderen Leben kennengelernt hätten, wären sie vielleicht Freunde geworden. Auf Cel sind sie Feinde. Beide lieben ihren Clan/Stamm und ihre Familie. Trotzdem wollen sie einander töten oder müssen es, im Rahmen einer Prüfung machen. Auch Syn stellt sich die Frage nach dem Warum und welches Elend es über die Familien bringt. Er reflektiert.Tureg hat Verantwortungsgefühl und nimmt Schuld auf sich. Er wird verbannt.

Schweren Herzens verlässt er seine Heimat. Er isst, um zu überleben, Menschenfleisch. Er würde nie einem Zwerg grundlos Gewalt antun und versteht die brutale Gewalttätigkeit unter den verschieden Menschenstämmen nicht. Tureg, der bislang nur unter der Erde gelebt hat, schlägt sich verdammt gut dafür, dass er das Leben auf der Erde nicht kennt. Phynia ist eine selbstbewusste Frau, die sich Varos als Gefährten ausgesucht hat. Sie betrachtet es als Ehre, ihm zu dienen. Sie braucht einen Sohn, nur so ist ihr Status als erste Frau gesichert. Bis dahin ist sie in Gefahr.

4/5 Punkten

4. Sprachliche Gestaltung

Es lässt sich angenehm und flott lesen. Das Buch ist groß gedruckt. Die Menschen meines Alters danken. Die Kapitellänge ist angenehm. Allerdings verführt es auch zum Weiterlesen! Wer kennt das nicht? Ein Kapitel geht noch…

4/5 Punkten

5. Cover und äußere Erscheinung

Das Cover symbolisiert die fünf Element. Es gefällt mir gut. Die Farben sind harmonisch und durch die symbolisierte Elemente erkennt man, dass alles im Schwung ist. „Fünf Reiche – Die Schlacht um Hegrem“ von Ralph Gawlick hat einen flexiblen Einband und 230 Seiten. Es ist am 3.03.2015, mit der ISBN 9781500790844, bei CreateSpace Independent Publishing Platform, im Genre Fantasy erschienen.

3/5 Punkten

6. Fazit

Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Ich lese gerne Geschichten, die mir Rätsel stellen, die ich lösen möchte, so wie hier. Da will ich weiterlesen. Die Kampfszenen sind sehr gut dargestellt. Man steht mitten in der Schlacht, sucht sein Schwert und kämpft und bangt mit den Kriegern.Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks, die viel Spaß machte, vom Autor als Rezensionsexemplar erhalten. Ein Dankeschön für die schöne Fantasy.Viel Spaß beim Lesen!!!

Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten.

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