„Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ von Susan Carner

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„Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ von Susan Carner (Rezension)

Zum Inhalt „„Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“

„Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ ist der dritte Krimi, den ich von Susan Carner lese und rezensiere. Und es ist die zweite „Mallorquinische Leiche“ bei deren Ermittlung ich lesend teilnahm und somit der zweite Fall für Kommissarin Mercédès Mayerhuber.

Weil es sich beim Opfer um einen Berliner Geschäftsmann handelt, wird eine deutsche Kommissarin, die der Leser schon aus dem letzten Krimi der Autorin kennt, in die Ermittlungen einbezogen. Rebecca Winter war die leitende Ermittlerin in „Der Tiergartenmörder“, der in Berlin spielte. Der Leser erlebt ein Crossover der Kommissarinnen.

Worum geht es? Das Opfer wurde ermordet. Das Warum und wieso ist nicht einfach. Die Suche nach den Motiven gestaltet sich umfangreich. Ist es Mord aus Leidenschaft? Mord aus Eifersucht? Aber die Ermittlungen decken noch weitere mögliche Motive auf. War das Opfer gar nicht so unschuldig, wie es auf den ersten Blick aussieht.

Der Mörder kommt oftmals aus dem näheren Umfeld des Opfers. Die Familienverhältnisse sind hier nicht so leicht zu durchschauen. Welche Beziehung besteht tatsächlich zu der Urlaubsbekanntschaft? Haben die beiden Familien sich wirklich erst im Urlaub kennengelernt?

Sind die Kinder durch den Mord traumatisiert oder sind sie verhaltensauffällig?

Es geht um Mord mit einem hoch aktuellen Hintergrund. Es ist ein bisschen Liebesroman und ein wenig Drama! Wer liebt wen?

Und es ist ein begeistertes Liebesbekenntnis für Mallorca. Der Leser spürt, wie sehr die Autorin die balearische Insel liebt. Für Mallorca Kenner sicherlich ein Genuss, weil Susan Carner die Orte nicht nur benennt, sondern auch genau beschreibt.

Die Charaktere in „Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“

Mercédès Mayerhuber

Mercédès Mayerhuber ist eine Kommissarin, die Herz und Gefühl auf der Zunge trägt. Sie verhält sich völlig unprofessionell. Ihre Beziehung zum Manager des Feriendomizils, Werner Hoffmann, die während des letzten Kriminalfalles begann, ist inzwischen sehr eng und hat sich zu einer Lebenspartnerschaft entwickelt. Ihr Arbeitskollege Miquel sieht das sehr kritisch (Ich sehe das übrigens genauso kritisch). Wird diese Beziehung wirklich halten?

Rebecca Winter

Auch Rebecca Winter hat eine Vergangenheit, die sie nicht ablegen kann. Während Mercédes eher extrovertiert mit einer erhöhten Libido ist, verhält es sich bei Rebecca genau umgedreht. Sie ist verschlossen, eher introvertiert. Werner Hoffmann findet einen Draht zu ihr. Rebecca geht ein wenig mehr aus sich heraus. Ist das positiv oder eher bedenklich?

Werner Hofmann

Ich traue ihm nicht. Er erschien mir schon im ersten Band nicht seriös. Ich glaube nicht, dass sich jemand von jetzt auf gleich so sehr ändert. Er war ein nicht monogamer Frauengenießer. Warum sollte er diesen Charakter einfach so ablegen? Wegen Mercédes?

An alle Leser*innen

Eine Bitte an alle Leser*innen: Bitte schreibt mir einen Kommentar, ob ihr glaubt, dass ein Mann, der so gestrickt ist, einfach wegen einer Frau seinen Charakter ändert! Der Kommentar, der mich am meisten überzeugt, bekommt von mir dieses Buch, das ich natürlich von der Autorin signieren lasse.

Die möglichen Verdächtigen

Die Ehefrau? Der Stiefsohn? Ein völlig Anderer? Die Urlaubsbekanntschaft?

Wer hat ein Motiv? Und welches Motiv?

Man könnte viel darüber schreiben, aber dann würde ich spoilern und die Spannung wäre aus dem Krimi genommen. Die Verdächtigen haben etwas gemeinsam: Sie verhalten sich sehr widersprüchlich und natürlich, wie es im Krimi und im Leben oft so ist: „Alle lügen wie gedruckt“.

Sprachliche Gestaltung

Das Buch ist spannend und flott geschrieben, allerdings verliert sich die Autorin zwischendurch in Erklärungen, was die Spannung wieder ein wenig herausnimmt. Deswegen ziehe ich hier einen Punkt ab. Die Kapitellänge ist angenehm.

Cover und äußere Erscheinung

Die Reihe „Mallorguinische Leiche“ zu nennen finde ich ansprechend – trotz der Leiche! Die Covers mit den Mallorcabildern ergeben ein rundum schlüssiges, zum Thema passendes und schönes Bild.

Meine Schlussgedanken zu „Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“

Susan Carner behandelt hier ein hoch sensibles Thema, das brandaktuell ist. Damit meine ich nicht alleine den Mord, sondern das Milieu, in dem das Opfer agierte. Das gefällt mir sehr gut.

Die Rechercheangaben auf den letzten Seiten machen die Sache rund. Susan Carner hat das Thema gut recherchiert und auch die Quellen dazu vermerkt. Somit wird das Buch authentisch.

Mit den Charakteren habe ich so meine Probleme. Ich empfinde einen der Hauptverdächtigen als sehr widersprüchlich. Dessen Gedanken und seine Handlungen ergänzen sich für mich nicht schlüssig. Es klingt dadurch etwas konstruiert.

Wenn du das Buch gelesen hast und anderer Meinung bist, schreibe mir bitte einen Kommentar. Es würde mich interessieren, wie andere Leser die Charaktere einschätzen.

Ja! Und dann Mercédes! Die geht mir so ein wenig auf den Geist. Aber ich kann mich daran erinnern, dass ich auch mal in den falschen Mann verliebt war und dessen Fehler nicht sah. Das mit der vermeintlichen Liebe ist halt so eine Sache. Und vielleicht schätze ich ihren Werner ja auch vollkommen falsch ein und er hat sich tatsächlich geändert!

Plot und das Thema finde ich hervorragend!

Recherche zum Thema finde ich umfangreich und gelungen.

Charaktere finde ich zum Teil sehr widersprüchlich und die Handlungen nicht schlüssig.

Spannung ist großartig. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen.

Der Schreibstil der Autorin liegt mir.

Kurz und gut: Ich vergebe insgesamt 4 Punkte.

@Susan Carner

Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar!

Bibliografie „Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“

  Mallorquinische Leiche zum Sa Rua
Krimi und Thriller
Verlag: BoD – Books on Demand, 07.08.2019Seiten: 320

Weitere Links und Rezensionen zum Buch

Autorenwebsite

Rezensionen

Mallorquinische Leiche zum Frühstück

Der Tiergartenmörder

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