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„Krabat“ von Otfried Preußler

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„Krabat“ von Otfried Preußler

 

1. Klappentext

Krabat ist 14 Jahre alt, als seine Mutter der Pest zum Opfer fällt. In den Wirren des 30-jährigen Krieges ist der Waisenjunge nun auf sich alleine gestellt. Er lebt mehr schlecht als recht vom Betteln, bis er eines Nachts einen seltsamen Traum träumt: Elf Raben blicken ihn an und eine geheimnisvolle Stimme ruft ihn in die Mühle im Koselbruch. Krabat macht sich auf, dem Ruf zu folgen, und tritt bei dem Müller in eine Lehre, in der er nicht nur das Müllern lernt. Die Zeit vergeht rasch und in Tonda, dem Altgesellen, findet Krabat einen echten Freund. Doch die Mühle birgt auch ein schreckliches Geheimnis und bald schon wird Krabat vor eine schwere Entscheidung gestellt, die sein Leben verändern wird.

Das Filmhörspiel verwebt die Originalstimmen der Darsteller mit Erzählerpassagen, gesprochen von Dietmar Mues.

Der Film „Krabat“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Otfried Preußler. Bei JUMBO/GoyaLiT ist auch der Original-Soundtrack zum Film erschienen. (Quelle:‘Audio CD/13.10.2008‘)

2. Fassungen

Meiner Rezension liegt das Hörspiel „Krabat“ vom 01.02.2007 mit der ISBN 978-3-89813-609-9 von Der Audio Verlag zugrunde. Die Altersempfehlung ab 8 Jahren kann ich keineswegs unterstützen. Ich finde es für dieses Alter zu gruselig, obwohl es schon eine gekürzte Fassung ist und keineswegs so düster wie der Originaltext, der schon 1971 im Thienemann Verlag erschien.

Das Hörbuch von Ottfried Preußler wird Max Mauff (Krabat), Michael Mendl (der Meister), Wanja Mues (Tonda), Nic Romm (Juro), Laura Maire (Kantorka) und div. gesprochen.

Die Geräuschkulisse wurde dramaturgisch klug gesetzt und die Mühlengeräusche verstärken die Spannung. Das Hörspiel wurde unter der Regie Angeli Backhausen vom Westdeutschen Rundfunk produziert.

Das Hörspiel hat eine Länge von 3 Stunden und 5 Min und kostet bei Der Audio Verlag 14,99 €. Abonnenten von BookBeat können kostenfrei hören. Bei Audible kostet es als Abonnent 9,99 €.

Auch die »Krabat«-Verfilmung von 2008 mit den Schauspielern David Kross (Krabat), Robert Stadlober (Lyschko) und Daniel Brühl (Tonda) war sehr erfolgreich.

3. Zum Inhalt

Die Entstehungsgeschichte zu „Krabat“, kann man auf Ottfried Preußler’s Homepage nachlesen. Ich zitiere:

„Mein Krabat ist keine Geschichte, die sich nur an junge Leute wendet, und keine Geschichte für ein ausschließlich erwachsenes Publikum. Es ist die Geschichte eines jungen Menschen, der sich mit finsteren Mächten einlässt, von denen er fasziniert ist, bis er erkennt, worauf er sich da eingelassen hat. Es ist zugleich meine Geschichte, die Geschichte meiner Generation, und es ist die Geschichte aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken. Da gibt es nur einen Ausweg, den einzigen, den ich kenne: den festen Willen, sich davon freizumachen, die Hilfe von treuen Freunden – und jene Hilfe, die einem aus der Kraft der Liebe zuwächst, der Liebe, die stärker ist als die Macht des Bösen und alle Verlockungen dieser Welt.“

Krabat ließ sich auf einen Handel mit dem Müller ein, ohne zu wissen, an welche Bedingungen dieser Handel geknüpft ist und welche Rechte und Pflichten er beinhaltet. Auch dass er sich dunkler Magie bedient, war ihm erst später klar.

Krabat war einfach froh, jeden Tag Essen, Unterkunft, Arbeit und gesellschaftlichen Schutz hatte.

Krabat erkennt langsam, dass der Müller sich seiner Burschen bedient, um sein eigenes Leben zu verlängern, denn auch er hat einen Handel mit dem Gevatter geschlossen. Der Müller bietet Krabat eine verlockende Chance, um sich selbst zu retten. Wird Krabat widerstehen können?

5/5 Punkten

4. Protagonisten

Krabat

Der Leser lernt den obdachlosen Krabat kennen, als er 14 Jahre alt ist. Er ist mutig und widersetzt sich auch dem Meister. Er ist sympathisch, sensibel, ehrlich und hilfsbereit.

Tonda

Tonda ist der Altgesell. Durch seine Hilfe übersteht Krabat die Anfangszeit in der Mühle. Er ist ernst, rücksichtsvoll und freundlich. Er fühlt sich verantwortlich für den Tod eines Mädchens, das ihn vom Meister freibitten wollte. Als Tonda durch Genickbruch stirbt, will Krabat seinen Tod rächen.

Lyschko

Lyschko offenbart sich als des Meister’s Handlanger. Er schnüffelt überall rum, denkt nur an sich selbst und ist ein unaufrichtiger Mensch, dem es Spaß macht, anderen zu schaden.

5/5 Punkten

5. Sprachliche Gestaltung

Ottfried Preußler gestaltet hier eine Atmosphäre, die bedrückend, gefährlich und auch ein wenig hoffnungslos wirkt. Allerdings muss ich mich hier als riesengroßer Ottfried Preußler Fan outen. Ich liebe „die kleine Hexe“, „das kleine Gespenst“ und „den kleinen Wassermann“.

Die Kapitel haben eine gute Länge. Und oft haben seine Kapitel einen Mini-Cliffhanger und man muss unbedingt noch ein Kapitel lesen. Und trotz seiner niedlichen „kleinen“ Charaktere, wie Hexe, Gespenst und Wassermann, hat er mit Krabat für die damalige Zeit einen Lese Blockbuster geschaffen, der an Düsternis in diesem Genre kaum zu übertreffen ist. Großartig! Vor allem, wenn man Ottfried Preußler‘s eigenen Kommentar zu Krabat, bei mir unter dem zweiten Punkt, gelesen hat.

5/5 Punkten

6. Fazit

Ein politisches Jugendbuch der Meisterklasse. Es gehört für mich eindeutig zu den

Büchern, die man gelesen haben muss.

Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

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