Letzter Teil – Hamlet oder die lange Nacht hat ein Ende

3. Schlussgedanken

Peter von Matt führt in seiner hier genannten Schrift an, dass Freud am Schluss seiner Hamlet-Interpretation noch den Begriff der Überdeutung anführt.

„Wie übrigens jedes neurotische Symptom, wie selbst der Traum der Überdeutung fähig ist, ja dieselbe zu seinem vollen Verständnis fordert, so wird auch jede echte dichterische Schöpfung aus mehr als aus einem Motiv und einer Anregung in der Seele des Dichters hervorgegangen sein und mehr als eine Deutung zulassen. Ich habe hier nur eine Deutung der tiefsten Schicht von Regungen in der Seele des schaffenden Dichters versucht.“

Vielleicht empfand Döblin selbst, eine solche Wandlung vom Apollinischen zum Dionysischen vollzogen, indem er die Konvertierung vom jüdischen zum katholischen Glauben persönlich so wertete. Denn dieses Thema der letztendlichen Erlösung gleichwohl durch wen, dem Gott Mod,

Die Rollen der Familienmitglieder bedingen sich gegenseitig. Keine könnte ohne die anderen konsequent gehalten werden. Es hat sich ein geschlossenes Modell gebildet.

Wir müssen vor allem bei der Erstellung des Psychogramms von Gordon zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung unterscheiden. Des weiteren ist natürlich bei den Phantasien von Alice mit zu bedenken, dass diese mit ihren Phantasien ihr eigenes Seelenwohl retten möchte und ihr Selbstbild wahren möchte.

Literaturverzeichnis

Döblin, Alfred: Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende. Vollständige Ausgabe Mai 1987. 2. Auflage. München 2000.

Freud, Sigmund: Das Motiv der Kästchenwahl. In: Studienausgabe. Band X. Bildende Kunst und Literatur. S. 181-193. Limitierte Sonderausgabe. Frankfurt am Main. 2000.

Freud, Sigmund: Der Dichter und das Phantasieren. In: Studienausgabe. Band X. Bildende Kunst und Literatur. S. 169-179. Limitierte Sonderausgabe. Frankfurt am Main. 2000.

Matt, Peter von: Literaturwissenschaft und Psychoanalyse. Stuttgart 2001.

 

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