„Leere Herzen“ von Juli Zeh

Leere Herzen Book Cover Leere Herzen
Juli Zeh
Romane
Luchterhand
13.11.2017
Fester Einband
320 Seiten

1. Klappentext

Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich ‎erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, „Die Brücke“, die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der „Brücke“ steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod. Als die „Brücke „ unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr... „Leere Herzen“ ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender‎ Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Rezension „Leere Herzen“ von Juli Zeh

2. Zum Inhalt

Stell dir vor, du lebst immer noch in Deutschland, aber es sind schon ein paar Jahre vergangen: Du hast die Wahl, dein Kind im Sinne der Silicon Valley Pädagogik zu erziehen oder du meldest es in einem musischen Kinderkolleg mit Klavierzwang an. Wir alle erhalten ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Dies sind Konzepte der neuen Welt, in der du lebst. Angela Merkel ist zurückgetreten. Was geschieht mit Menschen, die in diesem Lebensmodell keinen Platz haben möchten? Juli Zeh erschafft in ihrem Buch „Leere Herzen“ ein beklemmendes Szenario. Die Demokratie hat sich selbst abgeschafft. Die Menschen kennen die Welt, die sie umgibt, sie stellen sie nicht in Frage, sondern stellen nur die Frage: Cui Bono? Wem nützt es? Sie richten es sich behaglich in ihrem Habitat nein und machen es, zu ihrer Wohlfühlzone. Es gibt keinen öffentlichen Diskurs mehr. Wir passen uns an.

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